Wie hoch können die Kosten Scheidung anfallen?

Unter den Kosten Scheidung werden zunächst meist die Kosten von dem gerichtlichen Scheidungsverfahren an sich verstanden. Diese Kosten Scheidung richten sich nach dem Vermögen und dem Einkommen der Ehegatten. Bei der Ermittlung von dem Streitwert für die Scheidung werden zunächst die Nettoeinkünfte der Ehegatten betrachtet. Mit drei wird das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen multipliziert. Nachdem die Angaben gelten, werden meist keine Verdienstbescheinigungen von den Gerichten verlangt. Befindet sich das Gesamteinkommen der Ehegatten beispielsweise bei 3000 Euro, wäre der Streitwert somit bei 9000 Euro. 

Was ist für die Kosten Scheidung zu beachten?

Kosten_Scheidung_2Das Kindergeld erhöht das Einkommen meist bei dem Ehegatten, der es erhält. In vielen Fällen fragen die Gerichte allerdings nicht danach. Ein Elterngeld wird bei der Streitwert-Festsetzung einkommens-erhöhend berücksichtigt. Die Sozialleistungen wie Hartz IV oder Sozialhilfe werden bei der Festsetzung von dem Streitwert nicht berücksichtigt. Wenn beide Ehegatten diese Einkünfte beziehen, liegt das Einkommen daher bei 0 Euro. Der Streitwert kann durch das Vermögen der Ehegatten erhöht werden. Nur selten fragen die Gerichte allerdings, ob Vermögen vorhanden ist. Die Juristen streiten darüber, wie das Vermögen gegebenenfalls berechnet wird. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass fünf Prozent von dem tatsächlich vorhandenen Vermögen für die Festsetzung des Streitwerts berücksichtigt werden. Bei manchen Gerichten werden Freibeträge eingeräumt.

Weitere wichtige Informationen zu den Kosten Scheidung

Viele Gerichte berücksichtigen die Tilgungs- und Zinsleistungen für Ratenkredite einkommensmindernd. Bei einem Kostenrechner für die Kostenermittlung werden einfach bei dem entsprechenden Ehegatten die verminderten Nettoeinkommen eingetragen. Die Aufwendungen für die Finanzierung von vermieteten oder selbstgenutzten Immobilien kann nicht berücksichtigt werden. Der Streitwert kann durch unterhaltsbedürftige Kinder vermindert werden. Pro Kind wird meist ein Abschlag von 250 Euro von dem Nettoeinkommen der Ehegatten vorgenommen. Gerichte nehmen je nach Region einen Abschlag vor, wenn es sich um die einvernehmliche Scheidung handelt. Der Abschlag kann sich bei Gewährung auf etwa 25 Prozent belaufen. Wurde der Streitwert ermittelt, dann errechnen sich daraus die Anwaltskosten und die Gerichtskosten. Wird bei Gericht der Scheidungsantrag eingereicht, dann werden zwei Gerichtsgebühren fällig, damit das Scheidungsverfahrenüberhaupt eingeleitet wird. Die Kosten Scheidung sind dann anders, wen Verfahrenskostenhilfe beantragt wird. Bei Bewilligung entfällt dann die Vorschusspflicht für die Gerichtskosten. Für den Rechtsanwalt fallen die Verfahrensgebühr und die Terminsgebühr an. Die Höhe richtet sich auch dabei nach dem festgesetzten Streitwert. Der Rechtsanwalt erhält zudem die gesetzliche Mehrwertsteuer und die Auslagenpauschale.

Auch die Trennung an sich kostet

Neben Aufteilen der während der Ehe erworbenen materiellen Werte, den Unterhaltskosten und dem Versorgungsausgleich kostet auch eine rein formale Trennung Geld. Nur mit anwaltlicher Hilfe können die Eheleute schließlich die Scheidung vor dem Familiengericht über die Bühne bringen. Die Kosten für die Scheidung setzen sich überwiegend aus Gerichtskosten und Anwaltskosten zusammen. Es gibt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, doch manche Anwälte werden auch nach Stunden bezahlt.